rettungsdienst-header.jpg Foto: A. Zelck / DRKS
RettungsdienstRettungs-Dienst

Sie befinden sich hier:

  1. Angebote
  2. Bevölkerungsschutz und Rettung
  3. Rettungsdienst

Rettungsdienst

Ansprechpartner

Fabian Delugas
Rettungsdienstleitung

Tel: 07631 1805-60
f.delugas(at)drk-muellheim.de

Moltkestr. 14a
79379 Müllheim

Die Notfallversorgung ist in Deutschland in drei Bereiche gegliedert:

  • den ärztlichen Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Vertragsärzte,
  • den Rettungsdienst und
  • die Notaufnahmen/Rettungsstellen der Krankenhäuser

Der ärztliche Bereitschaftsdienst:116 117

Krankheiten kennen keine Praxisöffnungszeiten. Handelt es sich um eine Erkrankung, mit der Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, aber die Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig. Er ist in einigen Regionen Deutschlands auch als ärztlicher Notdienst oder Notfalldienst bekannt. Die Nummer funktioniert ohne Vorwahl, gilt deutschlandweit und ist kostenlos - egal ob Sie von zu Hause oder mit dem Mobiltelefon anrufen.

Der Rettungsdienst: 112

Ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes des DRK. Foto: D. Möller / DRK e.V.
Der Rettungsdienst des DRK.

Bei lebensbedrohlichen Notfällen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall und schwere Unfälle, alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

In jedem Bundesland regelt ein Landesgesetz den Rettungsdienst. Das Deutsche Rote Kreuz wirkt im Rahmen dieser landesgesetzlichen Regelungen im Rettungsdienst mit.

Über die Notrufnummer 112 erreichen Sie die örtlich zuständige Rettungsleitstelle. Diese nimmt Ihr Hilfeersuchen entgegen und alarmiert entsprechend der geschilderten Lage die erforderlichen Rettungsmittel (z.B. Rettungswagen, Notarzt, Feuerwehr, Berg- und Wasserrettung).

Rettungswachen des DRK Kreisverband Müllheim e.V.

In einem Notfall kann es um jede Minute gehen. Daher ist es wichtig, gezielt einen Notruf abzusetzen. Diesen erreicht man europaweit unter der Notrufnummer 112. Bewahren Sie Ruhe und antworten sie den Fragen des Leitstellendisponenten gezielt. Nur so kann schnelle und effektive Hilfe zum Notfallort geschickt werden, wenn sich der Disponent eine Vorstellung über die Verletzungen/Erkrankungen machen kann. Es ist entscheidend, das richtige Rettungsmittel zu entsenden.

Der DRK Kreisverband Müllheim e.V. betreibt zwei Standorte im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie einen Standort im Landkreis Lörrach. Die Rettungsmittel werden auf verschiedenen Standorten stationiert, um eine gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist von 15 Minuten erreichen zu können. Die Hilfsfrist bedeutet, das innerhalb von 15 Minuten an jedem Notfallort im Landkreis ein Rettungsmittel verfügbar sein muss. Durch topografische Gegebenheiten und witterungsbedingte Einflüsse ist dies nicht immer möglich. Daher hat der Gesetzgeber vorgeschrieben, dass in 95% der Notfälle die Hilfsfrist erreicht sein muss.

Der DRK Kreisverband Müllheim e.V. betreibt folgende Rettungswachen:

  • DRK Lehrrettungswache Müllheim ( 1 RTW  je 24 h / Tag sowie tagsüber zusätzlich 1 RTW)
  • DRK Notarztstandort Helios Klinik Müllheim (1 NEF je 24 h / Tag)
  • DRK Lehrrettungswache Bad Krozingen (1 RTW und 1 NEF je 24 h / Tag sowie 14tägig im Wechsel Sa und So tagsüber 1 RTW)
  • DRK Rettungswache Kandern (1 RTW je 24 h / Tag)

Weiterhin betreiben wir an allen Standorten KTW im qualifizierten Krankentransport.
Für die notärztliche Gewährleistung im Markgräflerland und Umgebung ist jeweils an der Helios Klinik Müllheim und dem Universitäts Herzzentrum in Bad Krozingen rund um die Uhr ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert. Der Notarztdienst wird tagsüber von den Kliniken abgedeckt, nachts gibt es einen freiwilligen Notarztdienst. Die Ärzte werden zentral vom Klinikum bzw. unserer Rettungswache aus im Rendevouzsystem zum Notfallort gebracht. Der Rettungswagen kann somit auf direktem Wege zum Notfallort fahren und kann, ohne Zeit zu verlieren, die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist einhalten. Somit muss nicht erst der Notarzt am Klinikum abgeholt werden. Fährt der Notarzt direkt mit dem Rettungswagen zum Einsatz spricht man von Kompaktsystem. Diese Variante wird auch für Verlegungen in Spezialkliniken angewendet.

Berufsausbildung Notfallsanitäter

Die Qualifikation des Notfallsanitäters ist eines der neuesten Berufsbilder am deutschen Arbeitsmarkt. So trat das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) als Grundlage des Berufsbildes erst zum 01.01.2014 in Kraft. Zwar wurde damit das sprichwörtliche Rad im deutschen Rettungsdienst nicht neu erfunden, da der Notfallsanitäter den bisherigen Rettungsassistenten ersetzt. Gegenüber dem Rettungsassistenten ist es dem Notfallsanitäter nunmehr aber erlaubt, zur Abwendung lebensbedrohlicher Gefahren Maßnahmen der ärztlichen Heilkunde zu ergreifen. In der Vergangenheit wurden diese Tätigkeiten zum Teil auch von Rettungsassistenten durchgeführt, allerdings bewegten sie sich damit – je nach regionalem Wirkungskreis – in einer gesetzlichen Grauzone. Die gravierendste Neuerung des Berufsbildes „Notfallsanitäter“ stellt jedoch die Ausbildung dar, die neu strukturiert wurde: Der Ausbildungszeitraum wurde von zwei auf drei Jahre erhöht, Theorie und Praxis enger miteinander verknüpft und die Inhalte enger an jene der anderen Gesundheitsfachberufe angelehnt.

Ziel der Notfallsanitäterausbildung ist gemäß §4 Abs. 1 die Befähigung zur „(…) eigenverantwortlichen Durchführung und teamorientierten Mitwirkung insbesondere bei der notfallmedizinischen Versorgung und dem Transport von Patientinnen und Patienten (…)“. Dazu müssen Wissen und Fähigkeiten des Absolventen in allen berufsrelevanten Bereichen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechen. Darüber hinaus muss er über die entsprechenden Kompetenzen verfügen.

Die Ausbildung zum Notfallsanitäter setzt sich aus Phasen der schulischen Präsenz im Wechsel mit praktischen Abschnitten in klinischen und rettungsdienstlichen Einrichtungen zusammen. Sie endet nach Ablauf des dritten Lehrjahres mit der staatlichen Prüfung. In den schulischen Phasen arbeiten wir eng mit der Landesschule für den Rettungsdienst in Baden-Württemberg am Standort Freiburg zusammen. Kooperationspartner der klinischen Abschnitte ist die Helios Klinik Müllheim. Interessenten an der Notfallsanitäterausbildung empfehlen wir per Mail oder telefonisch Kontakt zu uns aufzunehmen.

Die Ausbildung des Notfallsanitäters endet mit der staatlichen Prüfung, die sich aus schriftlichen, praktischen und mündlichen Bestandteilen zusammensetzt. Rettungsassistenten, die sich zum Notfallsanitäter qualifizieren möchten, bieten sich verschiedene Möglichkeiten: Zum einen können sie sich direkt zur Teilnahme an der staatlichen Prüfung anmelden. Darüber hinaus bietet sich aber auch die Möglichkeit, eine staatliche Ergänzungsprüfung zu absolvieren. Je nach vorzuweisender Berufserfahrung als Rettungsassistent kann der Mitarbeiter dann mit oder ohne zusätzliche Fortbildungseinheiten teilnehmen. Im Gegensatz zur staatlichen besteht die Ergänzungsprüfung dann aus zwei praktischen und einem mündlichen Anteil, deren Bestehen dann zur Führung der Berufsbezeichnung „Notfallsanitäter“ berechtigt.