20 Jahre DRK-Seniorenprogramme: Die „Rote Bank der Begegnung“ geht auf Reisen
Unter dem Motto „Nichts wie raus ins Leben“ feiert der DRK-Kreisverband Müllheim in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Seit 20 Jahren erscheint regelmäßig das DRK-Seniorenprogramm für das Markgräflerland. Mit der Jubiläumsaktion „Rote Bank der Begegnung“ macht das DRK die Vielfalt seiner Seniorenarbeit und vor allem die Menschen dahinter sichtbar. Vom 24. Juli bis 25. August 2006 erschien unter dem Titel „DRK-SeniorenSommer“ erstmals ein eigenes Veranstaltungsprogramm. Aus diesem zunächst kleinen Sommerprogramm entwickelte sich in den folgenden zwei Jahrzehnten ein umfassendes Angebot für ältere Menschen im gesamten Verbandsgebiet. Heute finden im Rahmen der DRK-Seniorenarbeit jährlich rund 1.450 Veranstaltungen und Aktivitäten mit etwa 20.000 persönlichen Begegnungen statt. Getragen werden die Angebote von mehr als 140 ehrenamtlich engagierten Menschen. Die Wurzeln reichen allerdings deutlich weiter zurück. Bereits um 1974 entstand im Rotkreuzhaus Kandern ein erster Spielenachmittag. In den 1980er-Jahren wurden zahlreiche Seniorengymnastik-Gruppen aufgebaut, Anfang der 1990er-Jahre folgte die Stadtranderholung für ältere Menschen unter dem Motto „Ferien ohne Koffer packen“, aus der später die DRK-Seniorenfreizeit hervorging. Zu den Wegbereiterinnen dieser Arbeit gehörten unter anderem Marlies Lepsien in Kandern, Renate Hilpert in Müllheim sowie Lore Ruf und Rita Rosskopf im Bereich der Seniorengymnastik. In den 1990er- und 2000er-Jahren prägten auch Anne Weinig und Susanne Schmitz die weitere Entwicklung. Seit 2005 wird die Offene Seniorenarbeit durch eine hauptamtliche Koordinationsstelle begleitet, die Frank Schamberger seit mehr als 20 Jahren innehat. Zu den wesentlichen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern im ehrenamtlichen Leitungsteam der DRK-Sozial- und Seniorenarbeit beziehungsweise der Kreissozialleitung gehörten in dieser Zeit unter anderem Elsa Granrath, Waltraut Gugel und Giselher Motz.
Eine Bank, viele Gespräche, eine Region
Im Jubiläumsjahr erzählt das DRK diese Geschichte nicht nur im Rückblick, sondern bringt sie mit der „Roten Bank der Begegnung“ mitten in die Region. Zwischen Frühjahr und Spätsommer reist die Bank durch das Markgräflerland und macht dort Station, wo Seniorenarbeit gelebt wird. Die Aktion wird von der Sparkasse Markgräflerland als Sponsoringpartner unterstützt. Ihre ersten Stationen hat die Rote Bank bereits absolviert: beim DRK-Seniorenausflug auf Schloss Bürgeln, beim Brezel-Frühstück mit Konzert in Buggingen, beim Mittagstisch in Badenweiler, beim Tag der Vielfalt und beim DRK-Sommerkonzert in Heitersheim, bei „Kino & Wein“, beim Mittagstisch und beim Aktionstag Abenteuer Ehrenamt in Müllheim sowie bei den DRK-Gymnastikgruppen in Schliengen und Neuenburg. In den kommenden Wochen geht die Reise weiter. Geplant sind unter anderem Besuche bei den Rotkreuz-Cafés in Müllheim, Kandern und Bad Bellingen, beim Treffpunkt Digital in Müllheim sowie beim Nostalgie-Café in Kandern. Ab Anfang August können Interessierte die Reise der „Roten Bank der Begegnung“ auch online verfolgen. Bilder und Eindrücke von den verschiedenen Stationen werden auf der Website des DRK-Kreisverbandes Müllheim in der Rubrik „Senioren“ veröffentlicht und im Laufe der Aktion fortlaufend ergänzt. Auf der Roten Bank nehmen Ehrenamtliche und Teilnehmende, Menschen der ersten Stunde und neue Wegbegleiter Platz. Sie erzählen von ihrem Engagement, von gemeinsamen Erlebnissen und davon, was Begegnung und Gemeinschaft für sie bedeuten. Fotos und kurze Videos begleiten die Reise und geben den vielfältigen Angeboten der DRK-Seniorenarbeit ein Gesicht.
Mit einer Spende Begegnung möglich machen
Das Jubiläum ist zugleich ein Blick nach vorne. Damit die Seniorenarbeit auch künftig vielfältig, offen und für möglichst viele Menschen zugänglich bleibt, sammelt der DRK-Kreisverband Müllheim Spenden für konkrete Projekte und Anschaffungen. Unterstützt werden damit unter anderem die Aus- und Fortbildung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern und ehrenamtlich Engagierten, neue Geräte für Gymnastik- und Bewegungsgruppen, Zuschüsse für bedürftige Seniorinnen und Senioren bei Ausflügen, zusätzliche Sitzmöglichkeiten für die Rollstuhlbusse sowie neue Spiele und Materialien für die Rotkreuz-Cafés. Wer die DRK-Seniorenarbeit unterstützen möchte, kann über die Spendenplattform wirwunder.de spenden. Der obenstehende QR-Code führt direkt zur Spendenaktion.
Jeder Beitrag kommt der Seniorenarbeit im Markgräflerland zugute und hilft dabei, auch in Zukunft Bewegung, Teilhabe und vor allem Begegnung möglich zu machen.
20 Jahre DRK-Seniorenprogramme bedeuten vor allem 20 Jahre gemeinsames Erleben – getragen von Menschen, die Zeit schenken, Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft möglich machen. Oder, wie es beim DRK seit vielen Jahren heißt: Nichts wie raus ins Leben!



